Die Jury der Evangelischen Filmarbeit hat diesen Film zum Film des Monats November 2016 gewählt:

Der neue Film von Jim Jarmusch erzählt von einer paradoxen, schwer zu fassenden Erfahrung: einem Leben, das so durchstrukturiert ist – Arbeit, Freizeit, Wachen, Schlafen -, dass es jede Form zu verlieren scheint. Die Handlung in „Paterson“ erstreckt sich über eine Woche, hält an den immer gleichen Stationen im Alltag des Helden. Und doch ist jeder Tag ein bisschen anders. Denn Paterson und die Menschen in seiner Umgebung verstehen es, im Fluss der Zeit ihre eigenen Zeichen zu setzen. Jarmusch macht das im Dialog wie auf der Bildebene sinnfällig. Muster, Reime und Korrespondenzen prägen den ganzen Film: von der Anordnung der Buchstaben auf einer Streichholzschachtel, die Paterson bedichtet, bis zu den Geschichten, die sich die Pendler im Bus erzählen. So feiert der Film, was man im Zeitalter der digitalen Formierung schon fast verloren glaubte: die „Kunst des Handelns“ im Alltag, die Kreativität der Einzelnen. Am Ende ist es gar nicht mehr so wichtig, ob Paterson als Lyriker reüssiert: Der Film ist selbst ein Gedicht.

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Filmstart: 17. 11.2016

Bildquelle: Mary Cybulski, Jury der Ev. Filmarbeit

Weltkino Filmverleih GmbH
Karl-Tauchnitz-Straße 6, 04107 Leipzig

Kategorien: MedienNews

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