Hintergrundfoto und Montage (Michael Beisel): Verkündigungsengel aus dem Perikopenbuch / Evangelistar Heinrichs II. (um 1000) von der Klosterinsel, vor einem Foto von St. Georg, Oberzell/Reichenau

Hintergrundfoto und Montage von Michael Beisel: Verkündigungsengel aus dem Perikopenbuch / Evangelistar Heinrichs II. (um 1000) von der Klosterinsel, vor einem Foto von St. Georg, Oberzell/Reichenau


Bei diesem Adventskalender kommt der, dessen Ankunft erwartet wird, erst ganz zum Schluss. Dafür stehen Menschen im Mittelpunkt, denen er begegnen wird. Wo es so menschelt, ist es selten harmonisch – das fühlt sich vielleicht nicht so weihnachtswohlig an, macht aber umso deutlicher: die Welt kann auf diese Ankunft nicht verzichten. Die Bilder sind von Mönchen auf der Klosterinsel Reichenau / Bodensee vor 1000 Jahren gemalt worden – sorgfältig auf Pergament. Mit ein wenig Mühe lässt sich daraus ein ungewöhnlicher DIN-A3- Adventskalender herstellen.
Die Bücher, in denen die ausdrucksstarken Bilder bis heute erhalten blieben, sind kostbar: Weil Reichenau als Reichskloster zu Abgaben an den Herrscher verpflichtet war, fanden die Prachthandschriften mit ihren Einbänden aus Gold und Edelsteinen  ihren Weg vermutlich als repräsentative Auftragswerke zu den Kaisern Otto III. (Evangeliar) und Heinrich II. (Evangeliar und Perikopenbuch / Evangelistar) um als würdiges  “Einweihungsgeschenk” an den Bamberger Dom (wahrscheinlich 1012) zu dienen. Aus dem dortigen Domschatz gelangten sie erst 1803 im Zuge der Säkularisierung an die Bayer. Staatsbibliothek in München. Sie sorgte anlässlich der Aufnahme der Handschriften in das UNESCO-Weltkulturerbe 2003 für die Digitalisierung. Die Handschriften stellt sie seitdem unter einer CC BY-NC-SA 4.0-Lizenz (Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe zu gleichen Bedingungen) online zum Betrachten und nichtkommerziellen Verwenden bereit.
Damit ist fürs Selbermachen und -nutzen eine ideale kostenfreie Grundlage möglich: einfach der öffentlichen Gruppe “Buchmalerei Klosterinsel Reichenau auf rpi-virtuell beitreten und dort im Artikel  “Pädagogische Anwendungen” die in Farbe auszudruckenden DIN A-3-PDFs herunterladen, Bastelanleitung zurate ziehen – und los geht´s … bald ist Weihnachten. Verschenken des Kalenders  ist erlaubt – Verkaufen nicht!
Wer die 24 Türchen  lieber online mag: Den Adventskalender auf LearningApps.Org besuchen … ab 1. Dezember, nicht früher 🙂  Der Engel hier auf dem Foto verkündet natürlich ursprünglich den Hirten auf dem Felde  in Bethlehem die frohe Botschaft von Jesu Geburt. Er wurde hier in ein sommerliches Foto von der Kirche St. Georg / Oberzell auf der Reichenau hineinmontiert. Die wunderbare Blumenwiese kann man vom Reichenauer Gärtner-Center als Samentüte kaufen, hier die Pflanzanleitung.

Kategorien: News

4 Kommentare

CP · 25. November 2016 um 19:01

Das ist eine super Idee, nur leider ist es mir unmöglich, mich dort anzumelden und an den Materialpool zu kommen…

Michael Beisel · 25. November 2016 um 19:49

Liebe/r CP, das wäre schade, wenn Sie nicht drankommen. In der öffentlichen Gruppe “Buchmalerei…” sind Sie jedenfalls schon mal drin, das ist gut. Dass Sie vom “Materialpool” sprechen, ist vielleicht das Missverständnis. Sie müssen in dieser Gruppe stattdessen auf die Sparte “Artikel” gehen (Voraussetzung: Sie sind eingeloggt). Dort sehen Sie zwei Mappensymbole, eines davon ist “pädagogische Anwendungen”. Das machen Sie mit Anwählen des kleinen Dreiecks auf. Dann finden Sie den Artikel “Reichenauer Adventskalender” mit einigen Erläuterungen. Als Anhang dazu ist der “Adventskalender.pdf” mit einem Büroklammersymbol zu sehen. Direkt draufdrücken, dann lädt er sich runter. Bitte nochmal melden, wenn Sie es jetzt wider Erwarten nicht schaffen. LG Ihr Michael Beisel

    nasowas (Benutzername) · 30. November 2016 um 11:07

    Sehr geehrter Herr Beisel,
    wenn ich das kleine Dreieck bei “pädagogischen Anwendungen” anklicke, dann erscheint bei mir für kurze Zeit der Fortschrittsbalken (Kreisel) und danach ein leeres Feld. Bestimmt haben Sie für mich einen Tip …

      Michael Beisel · 1. Dezember 2016 um 10:39

      Hallo lieber “nasowas”, das Geheimnis des Erfolges wird wahrscheinlich der Zustand des Eingeloggtseins bei rpi-virtuell sein. Bitte informieren Sie mich, wenn es weiterhin nicht geht. LG!

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