Keine Frage, es ist ein heikles Thema und wenn der Tod plötzlich, mitten im Leben auftritt, sind viele überfordert und fühlen sich mit ihren Gefühlen allein gelassen. Sterben und Tod ist ein Thema, das viele Erwachsene so lange wie möglich von Kindern fern halten wollen. Doch die Realität eines Lebens ist oft eine andere.
Wolf Erlbruch zeichnet in seinem Bildband „Ente, Tod und Tulpe“ die Begegnung einer Ente mit dem Tod. Er hat


die Geschichte mit knappen, genau gesetzten Worten und reduzierten Bildern in Szene gesetzt. Der Tod wirkt nicht schreckhaft. Er kommt nicht plötzlich, sondern „war schon in deiner Nähe, solange Du lebst“. Fast befreundet sich die Ente mit ihm, sie wärmt ihn und er gibt der Ente seine Nähe in dem Moment ihres Todes. Er kümmert sich bis zum Schluss und gibt die Tulpe mit zur letzen Reise.
Wolf Erlbruch verzichtet auf Abmilderungen und verlegenen Trost. Tröstlich ist es zu sehen, dass die Ente nicht panisch oder ängstlich wird, als es zum Ende geht. Diese Offenheit und diese liebevolle Betrachtung machen das Buch für den Einsatz in der Schule und im Religionsunterricht so wertvoll. Die Bilder und der Text geben viel Raum für eigene, kreative Einlassungen und Fortführungen. Die Bilder weisen eine holzschnittartige Komposition auf und das Buch ist für alle Alterstufen geeignet.
Ergänzend zum Buch gibt es bei www.filmdienst.de zusätzlich das Buch als Film für Schulen. Sicher findet sich dieser Schatz in den meisten Medienstellen und auch als Download für Nutzende des Medienportals. Den Trailer gibt es bei You Tube:
https://youtu.be/zPOE-4KTTGI
Wolf Erlbruch: “Ente, Tod und Tulpe”. Verlag Antje Kunstmann, München 2007. 32 S., geb., viele Illustrationen, 14,90 [Euro]. Für jedes Alter.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.