“Die Fotografien Phillip Toledanos beschäftigen sich mit Aspekten des Daseins, die von den meisten Menschen gern weiträumig umschifft, verdrängt oder gänzlich ausgeblendet werden: mit Alter, Abschied und Sterblichkeit, mit traumatischen Erinnerungen und quälenden Zukunftsängsten oder mit der Veränderung von Menschenbildern durch die fortschreitende Entwicklung der medizinisch-technischen Möglichkeiten. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen sucht Toledano die Auseinandersetzung mit solchen existentiellen menschlichen Fragen. Er stellt sich ihnen in sorgfältig inszenierten fotografischen Serien mit großer Ernsthaftigkeit, aber auch mit Selbstironie, Imagination und Lust am Spiel. Seine Fotografien durchkreuzen das narzisstische Streben unserer Zeit nach Erfolg, Macht, Schönheit und Konsum, indem sie diese Selbstdefinitionen und gesellschaftlichen Normen entweder unterlaufen oder aber wirkungsvoll überspitzen. Eine besondere Qualität seiner Bilder liegt in ihrer subtilen Bildmächtigkeit, die bei ihren Betrachtern starke Emotionen auszulösen vermag. Bei genauem Hinschauen fällt auf, dass fast alle Arbeiten Toledanos eine Gemeinsamkeit haben: sie erzählen von unserer Sehnsucht nach dem Glück – und von dessen Flüchtigkeit.” (Deutsches Hygiene-Museum Dresden)

„Untitled“, aus der Serie „Maybe“, 2011-2015, © Phillip Toledano


 
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