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Medienkonzil in Nürnberg: Impulspapier im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern

Auf dem Medienkonzil “Bürgersein in der digitalen Welt” in Nürnberg am 21.+22. Mai wurde das Impulspapier Das Netz als sozialer Raum: Kommunikation und Gemeinschaft im digitalen Zeitalter (PDF) veröffentlicht.
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich zu Beginn des „Medienjahres“ der Reformationsdekade mit der Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Welt“ befasst. In ihrer Kundgebung formuliert sie:

„Wir müssen uns als evangelische Kirche verstärkt in den medienethischen Diskurs einbringen, der neben den technischen auch die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen beschreibt, um Privatheit und Öffentlichkeit in ein Freiheit förderndes Verhältnis zu setzen, das dem christlichen Verständnis der Würde des Menschen und seiner Verantwortung im Zeichen von Schuld und Vergebung entspricht.“

Dieses Anliegen hat sich der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu eigen gemacht und “vor diesem Hintergrund ein medienethisches Impulspapier in Auftrag gegeben, in dem die übergreifenden theologischen Themen des Netzes als sozialer Raum benannt, aus der Sicht evangelischer Theologie erschlossen und in gut reformatorischer Manier zur Diskussion freigegeben werden”, so der Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in der Einleitung.

Einige Blitzlichter aus dem Medienkonzil:

Aus dem Eröffnungsvortrag “Reformation als Medienereignis” von Prof. Johanna Haberer


Gefreut hat uns (rpi-virtuell) die Wertschätzung, mit der wir wahrgenommen werden:


Aus dem Impulspapier besonders erwähnenswert im Kontext von Religionspädagogik sind die Selbstverpflichtungen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern,

“in der grundständigen Ausbildung von Religionslehrern und Religionslehrerinnen sowie Pfarrern und Pfarrerinnen an den Hochschulen Medienbildung verbindlich zu verankern und ein berufsbegleitendes Fortbildungsangebot für Fachkräfte zu implementieren.” (S.42)

sowie das Vorhaben,

“in den kirchlichen Kindertagesstätten, evangelischen Schulen und Fachhochschulen sowie Einrichtungen der Erwachsenen- und Seniorenbildung  im Rahmen eines Auditverfahrens Standards für Medienbildung zu entwickeln.” (S.42)

Eine besonders reizvolle Perspektive, bei der wir (rpi-virtuell) uns gerne beteiligen, stellt das Vorhaben dar,

“Netzwerke von Kompetenzträgern auf dem Gebiet der Medienbildung zu schaffen, um durch Kompetenznetzwerke Synergieeffekte zu erreichen und Unterstützersysteme aufbauen zu können. Bildungsträger präsentieren auf einem kirchlichen Medienkompetenzportal Best-Practice Beispiele und stellen einander Open Educational Resources zur Verfügung.” (S.21)

Nicht nur das Papier ist lesens- und erwähnenswert sondern ebenfalls die Vorträge und Diskussionen, die aufgezeichnet wurden und zeitnah im Netz zur Verfügung stehen.
Beteiligt am Medienkonzil waren unter anderen: Karin AchtelstetterMarkus BeckedahlHeinrich Bedford-StrohmDetlev BierbaumIngo DachwitzChristian DüfelAlexander FilipovićG. Ulrich GroßmannJohanna HabererJoachim HorneggerJulian Nida-RümelinStefan Ark NitscheKatharina NocunRoland RosenstockMarkus SöderIngrid StapfThomas Zeilinger.
Eine vorläufige Dokumentation des Tagungsverlaufes findet sich unter dem Hashtag #mk15 bei Twitter.
Das Impulspapier (PDF) gibt es hier.
Alle weiteren Informationen und Dokumentationen der Vorträge sind unter http://www.medienkonzil.de erreichbar.

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