Aschermittwoch

Gerda Lepke, Christuskopf – rpi!-Artothek


Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Passions- und Fastenzeit, die bis zum Karsamstag dauert. In der katholischen Kirche ist es Brauch, den Gläubigen in einem Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn zu zeichnen. Dieser Brauch lässt sich schon seit über 1000 Jahren nachweisen. Die Bestreuung mit Asche als Zeichen der Buße findet sich bereits im Alten Testament. Außerdem soll der Gläubige mit diesem Ritual an die Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

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Fastenzeit

Fastentraditionen gab es schon im Alten Testament, sie sollten in der Haltung der Buße und im Geiste der Nächstenliebe ausgeübt werden. Diese Traditionen wurden von den ersten Christen übernommen. Ab dem 7. Jhdt. gab es dann die Regel, 40 Tage vor Ostern zu fasten (ausgenommen die Sonntage) als Vorbereitungszeit auf den Höhepunkt des Kirchenjahres: Ostern.

CC BY-SA JenavieveMarie http://flic.kr/p/7DPMdt

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Diese Zeit beginnt mit Aschermittwoch, in der katholischen Kirche erhalten Christen im Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn. Asche und Staub gelten in der biblischen Tradition als Symbole für Vergänglichkeit und Wertlosigkeit.
Heute wird vor allem gefastet, um sich selbst in Disziplin einzuüben oder aus gesundheitlichen Gründen. Das Fasten bezieht sich nicht mehr nur auf Speisen und Getränke, sondern auch auf Konsum- oder Medienartikel.
Die Fastentraditionen werden vor allem in der Familie weitergegeben. Sie können allerdings im Unterricht von ihrem religiösen Hintergrund her beleuchtet und erläutert werden. Kleine Übungen auf freiwilliger Basis über einen abgesprochenen Zeitraum hinweg könnten einen Eindruck von der aufzubringenden Disziplin vermitteln.

Passion

Lovis Corinth, Ecce Homo (public domain)


Die Passionsgeschichte ist der größte geschlossene Erzählzusammenhang in den Evangelien. In ihr wird besonders deutlich, wer Jesus Christus ist, die Bedeutung seines Leidens und Sterbens für die Menschen.
In dieser Geschichte können die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie wichtig Jesus die Gemeinschaft mit seinen Jüngern war und welche Richtlinie er ihnen für ihr Zusammenleben mitgab. Sie erleben Jesus als einen von seinen Ängsten gequälten Menschen, der dennoch sein Leben in Gottes Hand legte, als einen Gefolterten, der dennoch vergab, als einen Sterbenden, der dennoch seine Mitmenschen aufrichtete und sie mit Hoffnung erfüllte. Näher als in der Passionsgeschichte konnte Gott den Menschen nicht kommen.

Sühneopfer

Albrecht Dürer: Christus am Kreuz


Bis zum 12. Jahrhunder war eher der königliche Christus im Blick. Erst danach rückte der geschundene, gequälte Körper am Kreuz in den Mittelpunkt. Mit ihm verband sich ein Verständnis vom Kreuzestod, der den sündigen Menschen in den Mittelpunkt stellte, für den Gott seinen Sohn opfern muss, um ihn erlösen zu können. So schien auch das Leben Jesu einzig auf diesen Tod hin ausgerichtet zu sein. Die Auferstehung als eigentlicher Hoffnungsmoment für den Menschen wurde – vor allem im protestantischen Bereich – durch das Kreuz überdeckt.
Vor diesem Hintergrund hat sich eine “Sühneopfertheologie” entwickelt, die sich mit verschiedenen Herangehensweisen an den äußerst gewalttätigen Tod Jesu und dessen Sinn auseinandersetzt.


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