Fast immer, wenn es etwas für den Unterricht Brauchbares im Fernsehen gibt, weiß man das erst hinterher und hat die Sendung verpasst oder nicht aufgezeichnet. Doch das muss nicht so sein.

Für solche Fälle gibt es im Netz Hilfe. Sie können einmal die Mediatheken der Sender absuchen und dann auch die Sendungen im Nachhinein aufzeichnen. Die notwendigen Internetseiten und Tools finden Sie hier:

Die Suche in den Mediatheken:

fernsehsuche.de bietet Ihnen einen Überblick über die aktuellen Sendungen in den Mediatheken der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.
Ein Einführungsvideo erklärt die Bedienung:
httpv://vimeo.com/42867439
 
Ähnliches leistet glotzdirekt.de/

Aufzeichnen und Archivieren:

Wollen Sie die dort gefundenen Sendungen aufzeichnen, dann müssen Sie andere Werkzeuge verwenden. Diese Tools und die Anleitungen, welches Sie für welchen Sender brauchen und wie Sie es anwenden, hat die Zeitschrift Chip übersichtlich zusammengestellt.
Eine Anleitung dazu gibt es in diesem Video:
httpv://www.youtube.com/watch?v=3SO-6wTyFF8
Zum Artikel bei Chip: “Filme, Serien & Musikvideos speichern”, der erklärt wie man mit den Programmen StreamTransport und demVLC media player die aktuellen Beiträge aus den Mediatheken auf dem PC abspeichert.
Die Tools haben wir nicht getestet, halten aber die Quelle für seriös.
Wer keinen PC sondern einen Mac benutzt, hat es noch einfacher:
Hier geht es zum Programm “Mediathek”. mit dem sich ebenfalls eine Sendung für später archivieren lässt.
Mediathek unterstützt das Online-Programmangebot zahlreicher deutschsprachiger Sender, darunter ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE, KIKA und Schweizer Fernsehen. Mithilfe der integrierten Suche finden Sie schnell relevante Beiträge zu einem Stichwort oder einer bestimmten Sendung.

Kategorien: News

10 Kommentare

R. Franzke · 24. Juli 2012 um 7:08

Das Thema dieses Beitrags ist in den diversen Computerzeitschriften schon rauf und runter behandelt worden und mag für Aufzeichnungen zu privaten Zwecken noch angehen. Was aber das Schlimme daran ist, dass dieser Beitrag auf rpi-virtuell kein Wort über die Rechtmäßigkeit der Aufzeichnungen verliert. Wenn solche Beiträge in rpi-virtuell veröffentlicht werden kann der Eindruck entstehen, dass die digitalen Kopien(!) ja auch für die Verwendung im Unterricht geeignet seien. Das könnte als Anstiftung zur Verletzung des Urheberrechts gewertet werden. Zur Erinnerung: private Fernsehaufzeichnungen (außer Schulfunksendungen) dürfen in der Öffentlichkeit (Schulen) nicht verwendet werden!

    Heinz-Hermann Haar · 24. Juli 2012 um 8:09

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    es ist sicher richtig, dass Sie noch einmal auf die rechtliche Seite hinweisen.
    Aber ich war davon ausgegangen, dass ein Lehrer diese Seite sehr wohl kennt und die Kopien nur privat nutzt, denn auch diese rechtliche Seite ist rauf und runter diskutiert worden.
    Dennoch war dieser Hinweis sicherlich noch einmal berechtigt.

    Anja Lorenz · 24. Juli 2012 um 14:29

    Es gibt auch eine Reihe von Ausnahmen, bei denen die Verwendung von TV-Aufzeichnungen im Unterricht erlaubt sind, siehe hier: http://www.brlv.de/fileadmin/lehrer/Legaler_Medieneinsatz_ISB-Fassung.pdf
    Dazu gehören:
    – “Sendungen, die bloße Nachrichten oder Tagesneuigkeiten zum Gegenstand haben…” KiKa LOGO etc.
    – “Sendungen über Reden bei öffentlichen Verhandlungen vor staatlichen, kommunalen oder kirchlichen Organen (z. B. Parlamentsdebatten)” d.h. bspw. Sitzungen des Bundestages, die im Fach Sozialkunde sicher hilfreich sein können
    – Sendungen zur Unterrichtung über Tagesfragen
    – Schulfunksendungen

    Jörg Lohrer · 24. Juli 2012 um 17:21

    Darüberhinaus können aus jedem Fernseh-Film bis zu 5 Minuten-Ausschnitte im Intranet der Schule bereitgestellt werden: http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/film/schule/. Außerdem ist ein Stream von Sendungen bei geeigneter Internetverbindung auch direkt in den Klassenraum möglich. Digitale Kopien sind also durchaus zur Verwendung im Unterricht geeignet. rpi-virtuell beabsichtigt mit diesem Blogartikel also Vernetzung statt Verletzung!
    Übrigens: Das Bundesjustizministerium vertritt die Ansicht, dass Lehrkräfte privat erworbene Filme im Unterricht zeigen dürfen
    http://www.bmj.de/DE/Buerger/digitaleWelt/ReformUrheberrecht/_doc/Themenkomplex_Schule_und_Urheberrecht_doc.html?nn=1463554
    Dass es bislang keine Rechtssprechung zu der Frage gibt, zeugt entweder davon, dass keine Verstöße vorliegen oder, dass dieselben nicht strafrechtlich verfolgt werden. Oder?

R. Franzke · 25. Juli 2012 um 6:56

Schön, dass es hier zu einem Austausch kommt. Dass ich hier darauf reagiere hat den Grund, dass bei vielen (auch kirchlichen) Lehrkräften verbreitet kaum ein Problembewusstsein zum Thema Urheberrecht vorliegt. Sehr oft begegne ich der Argumentation, dass die (in den allermeisten Fällen gute) Absicht eine Rechtsbeugung zumindest toleriert …
In Ihren Antworten gibt es auch einige Unschärfen in der Argumentation:
@Haar: Sie selbst leiten Ihren Artikel ein mit “… immer, wenn es etwas für den Unterricht Brauchbares im Fernsehen gibt” …, meinen also kaum die Privatnutzung.
@Lorenz: Stimmt, es gibt tatsächlich noch weitere TV-Aufzeichnungen, die man nutzen darf. Die wirklich für den Unterricht interessanten Sendungen sind das wohl in den wenigsten Fällen 😉
@Lohrer: Ein Stream der verwendet wird, ist keine digitale Kopie! Ihre Argumentation finde ich zweifelhaft: wenn keine strafrechtliche Verfolgung stattfindet, heißt das noch lange nicht das ein bestimmtes Tun Rechtens ist.
Das eigentliche Problem ist die Definition eines “engen Klassenverbandes”. Ist die Religions-, Ethikgruppe, die sich (mangels Schüler) aus Teilen mehrerer Klassen und manchmal sogar verschiedenen Klassenstufen zusammensetzt immer noch ein “enger Klassenverband”? Eine vereinfachte klarere Regelung vom Gesetzgeber, welche die pädagogische Tätigkeit von Lehrkräften unterstützt, wäre hier sicherlich hilfreich.

    Heinz-Hermann Haar · 25. Juli 2012 um 12:29

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    schade. dass es in Deutschland keine Fragezeichen, sondern nur noch Ausrufezeichen gibt. Sonst hätte man ja fragen können, ob ich den Hinweis auf die Brauchbarkeit für den Unterricht auch auf die Vorbereitung der Kollegen bezogen habe. Es gibt nämlich noch solche, die sich gewissenhaft auf den Unterricht vorbereiten. Und die Zahl ist nicht gering.
    Auch für solche Vorbereitung kann die Kenntnis von Fakten, Dokumentationen und auch Geschichten und Erzählungen (sprich Spielfilmen) von Vorteil sein, ohne diese gleich zeitvernichtend immer im Unterricht auch 1:1 einzusetzen.
    Damit wir uns nicht missverstehen. Ich halte sehr viel vom Schutz des geistigen Eigentums. Daher ist die folgende Frage nur fiktiv, als Gedankenspiel abends unter dem Apfelbaum gedacht.
    Also: War Microsoft nicht sehr klug und gut beraten, als es die massenhaften Kopien von Windows im privaten Bereich nicht gleich mit dem Schwert der Rache verfolgte, sondern darauf baute, dass aus einer Raubkopie dann, wenn sie wirklich kommerziell genutzt wurde, eine gekaufte Kopie wurde, weil man sich so an das System gewöhnt hatte? Wie hieße heute unsere Textverarbeitung, wenn nicht der eine oder andere als Schüler (horribile dictu) sich eine Kopie von Word besorgt hätte?
    Übersetzung zu unserer Frage:
    Wie viel Bücher und DVDs sind wohl verkauft worden, weil man im Unterricht darauf aufmerksam gemacht wurde? Wie viele gute Stunden und prägende Lernmomente hätte es nicht gegeben, wenn der eine oder andere (s.o.) sich nicht ….? Wäre es nicht klug, sich wie Microsoft Gedanken darüber zu machen, wie man Urheberrechte und Bildungschancen besser zusammen bekäme? Ich glaube nicht, dass es zum Nachteil der Rechteinhaber werden würde.
    Jetzt verlasse ich aber schnell wieder den geschützten Raum meines Apfelbäumchens.
    Bis dann.

    Jörg Lohrer · 27. Juli 2012 um 11:00

    @Franzke: Ja, eine klarere Regelungen vom Gesetzgeber wünsche ich mir auch. Das gesamte Urheberrecht verlangt eine Neuregelung, die den Kreativen und Medienschaffenden zugute kommt und gleichzeitig eine blühende Bildungslandschaft ermöglicht. Nun sind wir jedoch nicht mehr Sklaven unter dem Gesetz, sondern Kinder der Verheißung. Deshalb liegt mein Fokus immer zu erst auf der pädagogischen Verwendung und dem didaktischen Einsatz von Medien. Die gesetzlichen Regelungen sind dabei selbstverständlich handlungsleitend und geben den Rahmen vor, jedoch finde ich dort keinerlei religionspädagogischen Impulse. Ob es uns gelingt eine Ermöglichungsdidaktik zu entwickeln, die die Chancen und Grenzen für neue Lernräume in einer guten Balance hält?

R. Franzke · 26. Juli 2012 um 7:34

Ich weiß jetzt nicht, wo ich meine Frage in der rpi-virtuell Community sonst unterbringen soll. Aber vielleicht kann mir hier jemand bitte weiterhelfen?
Und zwar bin ich nicht sicher über die Verwendung von Bildern im Gottesdienst (z.B. Bildbetrachtung per Beamer) oder in der Kinder- und Jugendarbeit und sontige Gruppen einer Kirchgemeinde, ebenso über das Anfertigen von Kopien derselben. Der Einsatz von Filmen wird ja mit den Erwerb von Ö-Rechten abgesichert aber wie verhält es sich mit der Verwendung von Bildern?
Während die Verwendung von Bildern und Textauszügen für den privaten und schulischen Bereich im Urheberrechtsgesetz ( § 53 Abs. 3) einigermaßen geregelt und mit Fallbeispielen belegt ist, kennt die EKD in ihrem „Urheberrecht in den Kirchen der EKD“ nur eine Verwendung von Bildern, Zeichnungen, Fotografien etc. in Gemeindebriefen oder der Gemeinde-Webseite. Keine Antwort ist zu finden über Regelungen für den Gebrauch z.B. von Bildern jeglicher Art in oben erwähnten Arbeitsbereichen. Hier bin ich unsicher mit der Weitergabe von Empfehlungen. Da man sich ja im “öffentlichen, jedermann zugänglichen Raum” befindet, gelten wohl kaum die Schranken des Urheberrechts insbesondere für den Privat- und Unterrichtsgebrauch. Medienzentralen, Medienzentren oder Kunstdienst verfügen prinzipiell über Medien, die in der Öffentlichkeit verwendbar sind. Problem: umfangreiche Bildberserien die per Dia verfügbar sind, dürfen nicht digitalisiert oder auf Folie kopiert werden und Einzelbilder sind mitunter absolut schlecht recherchierbar oder die Bestände sind schlichtweg veraltet. Brauchbare “Freie Bilder” (z.B. mit einer Creative Commons Lizenz) sind für oben genannte Einsatzfelder eher ein Glücksfall. Was also tun?

S. Pape · 20. September 2012 um 9:09

Noch ein kurzer Hinweis abseits der Diskussion um das Urheberrecht: Der Download von Sendungen aus der ZDF-Mediathek funktioniert am besten und unkompliziertesten mit dem Programm JDownloader.

rpi!Info » Archiv » ZDF-Mediathek: Die Geschichte des Islam online anschauen · 17. September 2012 um 18:29

[…] man die Sendungen für den persönlichen Bedarf archiviert hat Heinz-Hermann Haar in diesem Artikel beschrieben. ZDF-Mediathek: Die Geschichte des Islam online anschauen by rpi!Info is licensed under […]

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