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Relilehrer for President: Joachim Gauck aus religionspädagogischer Perspektive

1970 war Joachim Gauck Stadtjugendpfarrer in Rostock, 2005 engagierte sich der evangelische Theologe in Berlin für den Erhalt des Unterrichtsfaches Religion, 2010 schrieb er zu einem religionspädagogischen Buch das Geleitwort. Der neue Bundespräsident aus religionspädagogischer Perspektive:

Evangelischer Theologe

  • geboren am 24. Januar 1940 in Rostock 1958-1965
  • Studium der evangelischen Theologie in Rostock 1965
  • Dienst in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg bis 1967
  • Vikariat, anschließend Pfarrer in Lüsow 1971
  • Pfarrer in Rostock-Evershagen, im Nebenamt Jugendpfarrer 1982-1990
  • Leitung der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg

Akteur der friedlichen Revolution

2010 veröffentlichten David und Edmund Käbisch das Buch “Akteure der Friedlichen Revolution – Didaktische Impulse und Materialien für den Geschichts-, Ethik-, und Religionsunterricht aus der Region Zwickau”. Joachim Gauck schreibt im Geleitwort dazu: “Wenn sich der Zehntklässler überhaupt für Geschichte interessiert, dann am ehesten, wenn die Straßen, durch die die Revolutionäre zogen, auf seinem Schulweg liegen und er den Platz vor der Kirche, auf dem sich der Friedenkreis 1989 zum Gebet versammelte, vom Fußballspielen kennt.“ Die Unterrichtshilfen sollen Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, eigenständig mit Quellen zur Geschichte der Opposition in der DDR zu arbeiten. Das Internetportal http://www.akteure-friedliche-revolution.de/ bietet weiterführende Quellen und Informationen für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht.

Freiheit als Verantwortung

Joachim Gauck stellt in seinen Reden immer wieder den Freiheitsbegriff in den Mittelpunkt: “Freiheit ist nicht nur Freiheit von etwas, sondern Freiheit zu etwas. Zu etwas, für etwas. Ganz kreatürlich beginnt dieses Gefühl, in unserem Leben Raum zu greifen. Fern der Philosophie, fern der Theologie, ganz früh, wenn wir einen anderen Menschen lieb haben.” (Die untenstehende Rede ist nachzulesen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung unter http://library.fes.de/pdf-files/akademie/08547.pdf)
httpv://www.youtube.com/watch?v=t3H8CD3LyC0
Seiner eigenen Begrenzungen ist sich Gauck ebenenso bewusst: “Wir hätten so gerne eine letzte Autorität, die wir anrufen können bei all diesen Streitfragen, wenn sich unsere Parteien und Politiker nicht einigen. Aber eben diese Unsicherheit müssen wir aushandeln.”

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