Mit zahlreichen Fragen und Hintergründen rund um das Thema Homosexualität beschäftigt sich das neue Heft „Coming-out im Klassenzimmer“ der Reihe „Entscheidung im Unterricht“ der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
Ein schwuler Außenminister vertritt Deutschlands Interessen im Ausland, in Berlin regiert ein homosexueller Bürgermeister, lesbische Moderatorinnen präsentieren die Fernsehnachrichten – und in den Vorabendserien gehört das schwule oder lesbische Paar ohnehin seit Jahren einfach dazu. Trotzdem werden heute noch viele Menschen aufgrund ihrer Homosexualität von einigen Teilen der Gesellschaft ausgeschlossen, anders behandelt oder benachteiligt. In bestimmten Lebensbereichen, etwa dem Sportverein oder der Schule, haben es Schwule und Lesben nach wie vor besonders schwer.
„Entscheidung im Unterricht“ ist ein integriertes Lernkonzept von WDR Planet-Schule und der bpb, das besonders für den Einsatz im Politikunterricht an Haupt- und Berufsschulen entwickelt wurde. Seit 2008 war die Reihe unter dem Titel „Die Schulstunde als Talkshow“ erschienen und firmiert nun unter dem neuen Namen. Das Unterrichtspaket mit einem Lehrerheft und einer DVD (beinhaltet „Problem-Film“, „Info-Module“ und „Ergebnis-Film“) ist variabel einsetzbar und bietet die Möglichkeit, das jeweilige Thema in ein bis vier Unterrichtsstunden zu behandeln.
Das Konzept greift Themen unmittelbar aus dem Leben der Jugendlichen auf. Es geht um Freundschaft und Konflikte, um Gewalt und Drogen, Lehrstellensuche und Schulden – kurz: Probleme, die die Jugendlichen tatsächlich zu lösen zu haben. Den Ausgangspunkt für „Entscheidung im Unterricht“ liefern immer wahre Begebenheiten.
Entscheidung im Unterricht: Coming-out im Klassenzimmer
(PDF-Version: 1.098 KB) Arbeitshilfe der bpb
Sendung “Schwul und stolz darauf”
zum kostenlosen Download unter
http://www.planet-schule.de/sf/php/02_sen01.php?sendung=8471

wdr Erscheinungsdatum: 30.09.2011
Bestellnummer: 2477
Bereitstellungspauschale: 1,50 Euro
www.bpb.de/publikationen/5FU92W
Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
Wiebke Kohl
Fachbereich Politikferne Zielgruppen
wiebke.kohl@bpb.de
 
 
 
 

Kategorien: News

1 Kommentar

GAby · 19. Oktober 2011 um 11:35

Ich finde den Titel “Coming-out” unmöglich, wenn man die Anti-Diskreminierungs-Ideologie tatsächlich Ernst nimmt.
Wieso muss man etwas “outen”, wenn es doch “normal” sein soll? Wer von den Schülern würde sich denn hinstellen und rufen: “Ich bin heterosexuell – und das ist auch gut so!” ???

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