Russland will zum Schuljahr 2012/2013 landesweit “Grundlagen der Religion” und Ethikunterricht in allen Schulen einführen. Das kündigte der stellvertretende Bildungsminister Maxim Dulinow am Mittwoch in Moskau an. 
In einem Pilotprojekt wurden 2009 Viertklässler in 21 von 83 Regionen des Landes unterrichtet. Dabei konnten die Schüler wählen zwischen russisch-orthodoxer, islamischer, buddhistischer oder jüdischer Religionslehre. Angeboten wurde außerdem das Fach “Grundlagen der Weltreligionen”. Die meisten der rund 300.000 Schüler des Probeunterrichts wählten Angaben von 2010 zufolge mit 38 Prozent Ethikunterricht, gefolgt von orthodoxer Religionslehre (25 Prozent) und Grundlagen der Weltreligionen (18 Prozent). In Tschetschenien entschied sich die Mehrheit der Schüler für islamische Religionslehre. Unterrichtet werden die Schüler von rund 15.000 Lehrern, die zuvor in Fortbildungskursen geschult wurden.
Der schulische Religionsunterricht war 1917 nach der Oktoberrevolution durch das kommunistische Regime verboten worden.

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