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Studie: ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 – Computer ersetzt zunehmend den Fernseher

Immer mehr Menschen in Deutschland schauen sich Fernsehinhalte im Internet an. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 zur aktuellen Internetentwicklung in Deutschland.
Die Internetverbreitung in Deutschland steigt weiter: Seit der letzten ARD/ZDF-Onlinestudie haben 2,7 Millionen Deutsche ihren Status vom Offliner zum Onliner gewechselt. Dies entspricht einem Zuwachs von 6 Prozent. Inzwischen sind 73,3 Prozent der Deutschen online (2010: 69,4 %). In absoluten Zahlen bedeutet dies, 51,7 Millionen Erwachsene in Deutschland nutzen zumindest gelegentlich das Internet, damit stellt Deutschland den größten Internetmarkt in Europa dar.
Einen deutlichen Anstieg erlebte die Nutzung von Mediatheken. Nicht nur die gelegentliche zeitversetzte Nutzung von Fernsehsendungen oder Ausschnitten daraus via Internet ist seit 2008 von 14 Prozent auf 29 Prozent gewachsen, sondern auch der zumindest wöchentliche Aufruf dieser Videos hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt (von 5 % auf 12 %). Nach YouTube sind die Sendermediatheken die meistgenutzten Bewegtbildangebote, angeführt von der ZDF-Mediathek (22 % überhaupt genutzt, davon 11 % innerhalb von vier Wochen) und der Mediathek von ARD/Das Erste (20 % überhaupt genutzt, davon 10 % in den letzten vier Wochen).
Das „klassische“ lineare Fernsehen ist jedoch weiterhin das Hauptmedium, wenn es um die Ansprache großer Publika geht: 97 Prozent des Fernsehkonsums finden auch 2011 noch linear statt. Hinzu kommen 2 Prozent zeitversetzte und nur 1 Prozent Onlinenutzung.
Quelle: Beate Frees/Birgit van Eimeren Bewegtbildnutzung im Internet 2011: Mediatheken als TreiberErgebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2011. MP 7–8/2011, S. 350–359
ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 – pdf-Dokumente zum Nachlesen unter

http://ard-zdf-onlinestudie.de

 

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