Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, islamische Geistliche an Schulen unterrichten zu lassen. Ähnlich wie Pfarrer könnten Imame in einer halben Stelle muslimischen Religionsunterricht erteilen, berichtete die Wochenzeitung “Die Zeit” am Mittwoch. Voraussetzung sei aber, dass sie an einer deutschen Universität ausgebildet wurden.
Derzeit entstehen an den Universitäten Tübingen, Erlangen, Osnabrück/Münster und Frankfurt/Gießen mit Hilfe des Ministeriums vier Institute für islamische Studien. Schavan forderte von den neuen Lehrstühlen eine strikte Wissenschaftlichkeit. “Wissenschaftliche Qualität ist durch Bekenntnis nicht ersetzbar”, erklärte sie.
Mit Blick auf den Islam zeigte sich die Ministerin fasziniert von der “selbstbewussten Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben”. Gleichzeitig kritisierte sie die Tendenz des Islam, Religion zu politisieren. Die Erkenntnis, dass der Glaube die Politik nicht dominieren dürfe, stehe dem Islam noch bevor, sagte Schavan.
Das Interview wurde epd vorab in nachrichtlicher Fassung zur Verfügung gestellt.
epd juz et
Quelle: www.contentpool.evangelisch.de

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