Wie kann man Kinder und Jugendliche begleiten, die erschrocken oder ratlos auf die dreifache Katastrophe im fernen Japan reagieren? Anregungen für die Kinder- und Jugendarbeit geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dreier Institutionen der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Das Amt für Jugendarbeit, die Evangelische Schüler- und Schülerinnenarbeit im Rheinland (ESR) und die Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen haben gemeinsam das Heft „… im Angesicht der Katastrophe“ herausgegeben.
Darin finden sich unter anderem eine Geschichte für Kinder, Tipps für den Umgang mit der eigenen Betroffenheit und Angst für Jugendliche, Anregungen für Kunstprojekte und persönliche Gedanken zum Glauben an Gott – trotz Wut und Ratlosigkeit. Außerdem ist ein Beschluss der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland vom November 2010 zum Atomausstieg dokumentiert.
Eine der vier Autorinnen und Autoren ist Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer, die Mut machen möchte, das Thema in der Kinder- und Jugendarbeit aufzugreifen. Angesichts der Naturkatastrophen in Japan ist ihr im Gespräch mit jungen Menschen  zum einen die Theodizee-Frage „Wie kann Gott das zulassen?“ häufig gestellt worden. Ein anderer Aspekt sei der von Menschen gemachte Teil der Katastrophe, die zu politischen Fragen nach dem Umgang mit der unbeherrschbaren Atomkraft führe. „Ich finde wichtig, sich einzugestehen, dass wir nicht alles verstehen können. Trotzdem kann ich in der Verbindung zu Gott bleiben“, sagt Simone Enthöfer.
Das Heft ist zu bekommen bei der E S R, Evangelische Schüler- und Schülerinnenarbeit im Rheinland e.V., Graf-Recke-Straße 209, 40237 Düsseldorf, gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten Briefumschlages DIN A5.

Kategorien: News

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.