Das
Saarland startete 2009. Dies Jahr ist Hamburg dran. Und 2011 folgen die
großen Bundesländer Niedersachsen und Bayern. Der
doppelte Abiturjahrgang bringt Herausforderungen mit
für Schulen und Universitäten. Die Konkurrenz um Ausbildungsplätze wird zunehmen.
Was lässt sich tun? Wir drücken auf alle Fälle den Abiturientinnen und Abiturienten die Daumen!

 


Doppelte Abiturjahrgänge – eine Herausforderung

Die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin rechnet bis zum Jahr 2013
mit einem deutlichen Anstieg von Studienbewerbern. In
diesem Zeitraum schließen gleichzeitig die geburtenstarke Jahrgänge die Schule ab und werden an
die Hochschulen oder in den Ausbildungsbereich drängen.
Die KMK geht davon aus, dass die Zahl der Studienanfänger im Jahr 2013
bis auf 492.500 ansteigen wird, das sind 23 Prozent mehr als 2005
(ZEIT: mehr).

  • Spiegel: Grafik
    Wann gibt es wo doppelte Abiturjahrgänge?
    Bundesländer in der Übersicht – mehr
  • abiunity: Deutschlands Abitur Community
    Netzwerk mit Foren zur Unterstützung beim Zentralabitur – mehr
  • studilux: Abiturtermine 2010
    Bundesländerübersicht mehr

Aus den Bundesländern

In Hamburg starten am 1. Februar starten die Abiturprüfungen. Wir drücken den Schülerinnen und Schülern dort und in den anderen Bundesländern – und natürlich auch den Lehrkräften – die Daumen!

  • Hamburger Abendblatt: Der Mann, der alle Abifragen kennt (25.01.2010)
    "Karl-Friedrich Beck organisiert die 40.400 Klausuren im Doppeljahrgang 2010. … ‘Eine
    Herausforderung’, sagt der frühere Lehrer, dessen Büro in einer
    ehemaligen Schule in Hamm ist. ‘Statt 21 000 Klausuren sind es diesmal
    40 400.’"
    mehr
  • Nürnberger Nachrichten: Hochschulen rüsten auf (30.01.2010)
    "Auf die Universitäten und Fachhochschulen in Bayern rollt eine
    riesige Welle zu: Der doppelte Abiturjahrgang wird 2011 die Zahl der
    Studienanfänger von jetzt 55.000 auf etwa 71 000 hochschnellen
    lassen." – mehr

Verbände und Initiativen

  • Elterninitiative der südbadischen Gymnasien: Doppeljahrgang 2012
    "Zwei Abiturjahrgänge in einem Jahr stellen zunächst für die Gymnasien
    eine große Herausforderung dar… Doppelt so viele Abiturienten werden auf den Ausbildungsmarkt
    drängen."
    Die Elterninitiative will Informationen liefern, Bemühungen aufzeigen und Eltern in anderen Regionen zur Initiative ermutigen – mehr
  • Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW:
    VBE fordert Agenda 2013
    (14.01.2010)
    "Erfahrungsgemäß
    suchen etwa 20% eines Abiturjahrgangs direkt nach dem
    Schulabschluss einen Ausbildungsplatz. Im Jahr 2013 wird dann eine
    erhöhte Zahl von Abiturienten mit denjenigen um einen Ausbildungsplatz
    konkurrieren, die die Schulen mit dem Hauptschul- oder dem mittleren
    Bildungsabschluss verlassen … Der Doppeljahrgang wird sowohl die
    Hochschulen als auch die Studierenden vor weitere Probleme stellen." – mehr
  • Landeselternausschuss Berlin: Doppelter Jahrgang 2012
    "Zur Sicherung der Zukunftschancen der Jugendlichen dieses
    Schulabgangsjahres müssen frühzeitig geeignete
    Maßnahmen eingeleitet werden, um zum einen die Chancen der
    Abiturienten besonders im Hochschulbereich zu sichern. Zum anderen
    müssen diese Maßnahmen eine Benachteiligung von
    Oberschulabsolventen bei der Berufsausbildung vermeiden, da nicht alle
    Abiturienten eine akademische Laufbahn anstreben." – mehr

Hintergrund

  • Wikipedia: Abitur nach zwölf Jahrenmehr
  • FAZ: Abitur ist nicht gleich Abitur
    Der Beitrag zeigt anhand von erstmalig vorliegenden Daten aus Hamburg
    und Baden-Württemberg für die Fächer Mathematik und
    Englisch auf, wie groß Benotungsunterschiede in Abiturnoten
    ausfallen können.
    Sind dann Abiturnoten als Zugang zum Studium geeignet? – mehr
  • Kultusministerkonferenz: Hochschulzulassung und Kapazitätsermittlung
    Die "Verkürzung der
    Schulzeit auf 12 Jahre (wird) in der Zeit von 2007 bis 2028 durch
    Doppeljahrgänge von Hochschulzugangsberechtigten zu einem erheblichen Anstieg
    in der Nachfrage nach Studienplätzen führen".
    Das führt zu "jährlich bis zu 30.000
    zusätzlichen Studienanfängern und in der Spitze über 400.000
    zusätzlichen Studierenden und einem – bei unveränderten personellen und
    curricularen Randbedingungen – zusätzlichen Finanzbedarf von bis zu 2,6
    Mrd. € jährlich" – mehr
Kategorien: News