Schulklasse"Das mit Abstand erfolgreichste in der
Geschichte Berlins", nannte der Vorsitzende der Initiative "Pro Reli", Christoph Lehmann, das Volksbegehren. Es endete am 22. Januar mit weit mehr Stimmen als erforderlich. Zur Information gibt es die lesenswerte Dokumentation "Religion an öffentlichen Schulen".

 

 

Initiative Pro reli erfolgreich
"Vor Weihnachten schien noch alles offen, nun steht das Ergebnis fest: Das Volksbegehren ‘Pro Reli’ in Berlin war erfolgreich. Die bisherige Prüfung der abgegebenen Unterschriften ergab bereits 181.854 gültige Stimmen, erforderlich waren 170.000. Nach Angaben der Organisatoren der Initiative ‘Pro Reli’ sind insgesamt mehr als 307.000 Stimmen für die freie Wahl zwischen Religions- und Ethikunterricht gesammelt worden.

Fächergruppe Ethik sowie RU "in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften"
Anders als in nahezu allen Bundesländern ist derzeit in Berlin Ethik von der 7. bis zur 10. Klasse Pflicht, konfessioneller Religionsunterricht dagegen ein freiwilliges Angebot." Die Initiative will, dass sowohl Ethik als auch konfessionell gebundener Religionsunterricht gleichberechtigt im Rahmen eines Wahlpflichtbereichs angeboten werden.

Volksentscheid oder bereits jetzt Änderung des Schulgesetzes
Nächste Stufe des Verfahrens wird in den kommenden Monaten ein Volksentscheid sein, bei dem sich mindestens 610.000 Berliner für das Anliegen von Pro Reli aussprechen müssen, falls nicht – wie von Bischof Wolfgang Huber gefordert – die Parteien im Abgeordnetenhaus das Schulgesetz schon jetzt ändern und damit einen Volksentscheid überflüssig machen.

  • Quelle: Pressemitteilung der EKD – mehr
  • Internetseite von Pro Reli: mehr

Pressereaktionen

  • Sonntagsblatt:
    "Den Kirchen und auch Pro Reli wäre dabei eine politische
    Lösung ohne Volksabstimmung sehr zu wünschen. … Das Ergebnis des Volksentscheids kann Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Kirchen auch bei anderen Themen haben." – mehr
  • Welt: "Religionsunterricht an Schulen ist richtig"
    Kommentar von Matthias Kamann
    "Bei der Frage nach Religionsunterricht geht es nicht um den Glauben
    oder die Eltern, es geht nur um die Kinder. Und für sie ist
    Religionsunterricht ein Freiheitsgewinn. Hier können sie lernen, dass
    es um mehr geht als um Pisa-Leistungen. Außerdem befähigt nur der
    Unterricht Kinder später zu sinnvoller Kritik." – mehr


Tagungsdokumentation "Religion an öffentlichen Schulen"

Zu einem bundesweiten Forum "Religion an öffentlichen Schulen" hatten DBK und EKD im Dezember 2008 nach Berlin eingeladen.

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Die Tagungsdokumentation enthält Vorträge und Statements, u.a. von Wolfgang Huber, "Erzbischof Robert Zollitsch, Lothar Bisky, Andrea Fischer, Norbert Lammert, Richard Schröder und Wolfgang Thierse sowie von namhaften Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche.
Neben der grundsätzlichen Beschäftigung mit dem Thema Religionsunterricht an
öffentlichen Schulen werden jüdische und muslimische Perspektiven ebenso
beleuchtet wie juristische und pädagogische Aspekte."

  • Mehr Information und Bestellung
    – EKD: mehr
    – DBK: mehr

 

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